Affenversuche und Massentierhaltung: Respekt!Der Kampf gegen Tierversuche ist heuchlerisch. In unserem Alltag nehmen wir tausendfaches Leid in Kauf. Dagegen hilft kein strengeres Gesetz, sondern ein Bewusstseinswandel.
Was Tierversuche, die Haltung von Haustieren und der Fleischkonsum miteinander zu tun haben.
Frühlingszeit: Endlich liegt mit Radieschen, Gurken, Tomaten und mehr wieder einheimisches Gemüse in den Regalen der Supermärkte. Vorbei die Zeit, in der der Vitaminvorrat mit Lagerware wie Karotten, Erdäpfeln und Roten Rüben aufgefüllt werden musste, ab sofort ist knackfrische Ware aus heimischen Landen angesagt.
Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass sie zu einem Großteil aus dem Gewächshaus kommt. Um darin für optimale Bedingungen zu sorgen, muss es beheizt werden, da die klimatischen Bedingungen hierzulande in den kühleren Monaten noch nicht ausreichen. Der damit verbundene Energieaufwand macht diese Anbaumethode nicht gerade umweltverträglich. Dieser schnellt weiter in die Höhe, wenn die Pflanzen statt in Erde in Substrat wachsen.
Alternativ steht nach wie vor ausländische Ware zur Verfügung, die in südlicheren Gefilden unter optimalen, oder zumindest optimaleren, Bedingungen gewachsen ist. Dass diese auf dem Weg in unsere Regale vielleicht hunderte, ja oft sogar tausende Kilometer auf dem Buckel hat, ist dabei leider nebensächlich. Der Transport trägt nur einen geringen Teil zum CO2-Ausstoß in der Lebensmittelproduktion bei. Andererseits kann der Konsum von ausländischer Ware, speziell aus dem wasserarmen Süden, dazu beitragen, dass die dort herrschende Wasserknappheit noch weiter verschärft wird.
Bio-Produkte sind, selbst wenn sie aus dem Ausland kommen, rein nachhaltig gesehen die optimalste Variante. Wer im Moment also die Wahl hat, greift lieber zur italienischen Bio-Tomate statt zur österreichischen, konventionell angebauten, wenn er möglichst umweltgerecht handeln möchte. Auch wenn ich mit Leib und Seele Verfechter des Bio-Bedankens bin, trete ich ebenso für Regionalität und heimische Produkte ein. Es behagt mir einfach nicht, unreif geerntetes Gemüse aus dem fernen Ausland zu konsumieren, wenn nahezu vor der Haustür frisches wächst. Auch unterstütze ich durch meine Wahl lieber die österreichische Wirtschaft, ihre Bauern, und sorge so für heimische Arbeitsplätze.
Einzig der nahezu flächendeckende Einsatz von chemisch-synthetische Pflanzenschutzmitteln im konventionellen Bereich ist ein ein Stolperstein, der meine Entscheidung ins Wanken bringt. Wenn etwa eine einheimische, konventionell angebaute Gurke mit einem wahren Pestizid-Cocktail behaftet ist, verursacht das dennoch ein ungutes Gefühl, wenn auch dieser unter den gesetzlichen Grenzwerten bleibt. Doch es gibt, wie überall, auch hier Ausnahmen. So bauen durchaus auch konventionelle Betriebe auf einen natürlichen Pflanzenschutz, was somit eine Einschränkung, nicht zu heimischem Gemüse zu greifen, außer Kraft setzt.
Eine diesbezügliche Entscheidungshilfe bietet etwa der Rewe-Konzern (Billa, Merkur) mit seinem Pestizid-Reduktions-Programm, das zusammen mit Global 2000 ins Leben gerufen wurden. Dieses zeigt einerseits, dass die gesetzlichen Grenzwerte teils erheblich unterschritten werden, ja in einigen Fällen sogar gar keine Pestizide nachweisbar sind. Auf der anderen Seite führt es aber auch vor Augen, was so alles an Rückständen auf unseren Lebensmitteln zu finden ist. Bio-Produkte bleiben davon, bis auf ganz seltene Ausnahmen, gänzlich verschont. Auch wird hier überwiegend auf unbeheizte Folientunnel gesetzt.
Wie man es also dreht und wendet, jede Anbaumethode hat ihre Vor- und Nachteile und auch das eigene Bauchgefühl spielt eine wichtige Rolle. Optimal wäre es natürlich auch zur jetzigen Zeit, nur das zu essen, was Mutter Natur gerade hergibt bzw. an Lagerware zur Verfügung steht. Doch wer hat im Frühling schon noch Lust, auf die Wurzeln und Knollen des letzten Jahres zurück zu greifen, wenn doch allerorts frische, heimische Ware lockt. Sobald dieses jedoch auch in Bio-Qualität verfügbar ist, stellt sich diese Frage erst gar nicht mehr.
Folgendes ist mir nicht leicht gefallen, lässt sich aber leider nicht ändern: In Zukunft wird es leider keine regelmäßigen Artikel, die ich bisher jeweils mittwochs veröffentlicht habe, geben. Das liegt weniger an der fehlenden Zeit, sondern viel mehr an fehlenden Themen.
Es ist leider unglaublich schwer, immer wieder interessante Themen zu finden, über die es sich zu bloggen lohnt. Zudem hat sich auch gezeigt, dass meine Mühe einfach nicht honoriert wird. Selbst nach mehr als einem Jahr, in dem das Blog nun online ist, komme ich über 50 Besucher pro Tag nicht hinaus. Und schließlich schreibe ich all diese Beiträge nicht nur für mich selbst, sondern möchte möglichst viele Menschen damit erreichen und zum Umdenken bewegen bzw. aufklären. Dieses Ziel wurde leider nicht erreicht.
Das vergangene Jahr war zwar auf jeden Fall eine sehr spannende Zeit, da ich sehr viel Neues, fast schon Unmögliches, gelernt habe und mit sehr vielen netten und interessanten Personen in Kontakt gekommen bin. All das tröstet aber nicht darüber hinweg, dass ich doch ein von den fehlenden Besuchern enttäuscht bin. Anscheinend ist die Zeit noch nicht reif für diese Informationen oder aber das Interesse fehlt.
Das Blog bleibt jedoch auf jeden Fall in vorliegender Form bestehen und ich werde, sollte mir etwas Interessantes unterkommen, auch weiterhin Artikel verfassen. Wie oft das sein und wann der nächste kommen wird, steht leider in den Sternen.
Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ich bleibe auch weiterhin an diesen Themen dran und schaue überall genau hin, scheue auch nicht davor zurück, den Firmen meine Meinung zu sagen und auch mal "lästig" zu sein. Denn nur so lässt sich etwas ändern - und gerade im Lebensmittelbereich gibts es noch Einiges, das nicht weniger als einer Runderneuerung bedarf.
Über Anregungen und Gedanken von euch, was denn an diesem Blog gefällt und was nicht sosehr, würde ich mich sehr freuen. Natürlich auch über die Motivation, diese Seite zu besuchen.
Es gibt Artikel im Supermarkt, die wir ganz selbstverständlich in den Einkaufswagen legen, ohne uns Gedanken über deren Zutaten machen. Wozu auch, denn etwa Mehl, Zucker, Eier, Wasser oder aber auch Schlagobers bestehen nunmal nur aus dieser einen Ingredienz.
Das habe ich mir zumindest bis vor kurzem gedacht, denn eine zufällige Entdeckung im Internet und ein anschließender Blick auf das Etikett von letzterem hat mich wirklich sehr, sehr verwundert. Außer im Bio-Bereich scheint es nahezu keinen Schlagobers (Sahne, Rahm) mehr zu geben, dem nicht Carrageen zugesetzt ist. Für mich besteht hier zwar kein Handlungsbedarf, da ich konsequent Bio-Lebensmittel kaufe und somit hoffentlich vor solch unliebsamen Überraschung verschont bleibe. Doch was ist mit dem unbedarften Durchschnittskonsumenten, der generell, auch bei anderen Artikeln, keinen Blick auf die Zutatenliste wirft und/oder Bio-Ware meidet? Der kommt nie und nimmer und wenn nur ganz zufällig dahinter, wie unverblümt, ja schon fast unverschämt, einem hier Carrageen untergeschoben wird.
Hergestellt wird das Verdickungsmittel Carrageen (E 407), das etwa auch in Süßigkeiten und Saucen zur Anwendung kommt, aus Rotalgen, wobei der menschliche Körper damit nichts anfangen kann und es unverändert wieder ausscheidet. Im Schlagobers sorgt es dafür, dass dieser nicht mehr "aufrahmen", sprich der fettreichere Rahm sich nicht mehr an Oberfläche des Schlagobers absetzen kann und eine homogene Masse bestehen bleibt. Simples Aufschütteln des Bechers hätte übrigens fast den gleichen Effekt und würde darüber hinaus nicht auch noch den Geschmack verändert, so wie das Carrageen tut. Darüber hinaus steht es, und das ist weitaus schlimmer, im Verdacht, allergieauslösend zu sein und Immunzellen zu beeinflussen.
Eine Umfrage unter drei milverarbeitenden Betrieben hat gezeigt, dass der Durchschnittskonsument möglichst lange haltbare Produkte (was auch der Vormarsch von "länger frisch"-Milch zeigt) bevorzugt. Dem wird durch den Zusatz von Carrageen Rechnung getragen, da das Ablaufdatum so ohne Einbußen in der Produktqaulität weiter in der Zukunft angesetzt werden kann. Das erklärt auch, warum Bio-Schlagobers ein weit geringeres Haltbarkeitsdatum hat, als konventioneller.
In Zukunft gilt es also, selbst bei vermeintlich naturreinen Lebensmitteln einen Blick auf die Verpackung zu werfen. Und es zeigt einmal mehr, dass man mit dem Konsum von Bio-Lebensmitteln auf der sicheren Seite ist.
Quellen: Datenbank Zusatzstoffe, Wikipedia
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