Bei Kuhmilch prallen wahrlich zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite die Verfechter, für die Milch in einer ausgewogenen Ernährung unverzichtbar ist. Dafür spricht vor allem der hohe Anteil an Kalzium, das als gute Vorbeugung gegen Osteoporose gilt. Besonders viel, etwa fünf bis zehn mal so viel wie in Milch, ist in Käse vorhanden. Darüber hinaus ist sie eine sehr gute Eiweißquelle und weist einen hohen Gehalt an Aminosäuren auf.
Auf der anderen Seite stehen jene, die Kuhmilch am liebsten gänzlich aus unserem Leben verbannen würden. Das wohl beste Beispiel dafür ist die oft gehörte Aussage, dass Milch einzig der Ernährung von Tierkindern dient, aber sicher nicht der von Menschen. Das begründet sich vor allem darin, dass Kuhmilch ein sehr hohes Allergiepotenzial aufweist (Laktoseintoleranz = Milchzuckerunverträglichkeit). Hinzu kommt die ökologische Komponente, da Rinderzucht sehr aufwändig ist.
Ein mögliche Alternative, nicht nur für Allergiker, stellt Ziegenmilch dar. Durch den hohen Anteil an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren ist diese leichter verdaulich als die von der Kuh. Zudem weist sie einen wesentlich höheren Anteil an Vitamin A und D auf. Speziell durch letzteres kann Kalzium besser von Körper aufgenommen werden. Auch der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Nicht umsonst wurde Ziegenmilch früher vorwiegend in der Säuglingsernährung eingesetzt, ist diese der menschlichen Muttermilch doch ähnlich.
Wenn keine Allergie vorliegt, spricht aber sicher auch nichts gegen den Konsum von Kuhmilch, hat diese doch wie bereits erwähnt zahlreiche Vorteile. Als Fausregel gilt, wie so oft, auch hier: Am besten aus Bio-Landwirtschaft und nur in Maßen genossen.
Quellen: Wikipedia, Vitaswing, PDF, Zentrum der Gesundheit, MDR.de
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