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Bio-leben

Weblog über das alltägliche Leben mit Bio-Nahrung

Bei Kuhmilch prallen wahrlich zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite die Verfechter, für die Milch in einer ausgewogenen Ernährung unverzichtbar ist. Dafür spricht vor allem der hohe Anteil an Kalzium, das als gute Vorbeugung gegen Osteoporose gilt. Besonders viel, etwa fünf bis zehn mal so viel wie in Milch, ist in Käse vorhanden. Darüber hinaus ist sie eine sehr gute Eiweißquelle und weist einen hohen Gehalt an Aminosäuren auf.

nbrainer @ www.flickr.com Auf der anderen Seite stehen jene, die Kuhmilch am liebsten gänzlich aus unserem Leben verbannen würden. Das wohl beste Beispiel dafür ist die oft gehörte Aussage, dass Milch einzig der Ernährung von Tierkindern dient, aber sicher nicht der von Menschen. Das begründet sich vor allem darin, dass Kuhmilch ein sehr hohes Allergiepotenzial aufweist (Laktoseintoleranz = Milchzuckerunverträglichkeit). Hinzu kommt die ökologische Komponente, da Rinderzucht sehr aufwändig ist.

Ein mögliche Alternative, nicht nur für Allergiker, stellt Ziegenmilch dar. Durch den hohen Anteil an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren ist diese leichter verdaulich als die von der Kuh. Zudem weist sie einen wesentlich höheren Anteil an Vitamin A und D auf. Speziell durch letzteres kann Kalzium besser von Körper aufgenommen werden. Auch der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Nicht umsonst wurde Ziegenmilch früher vorwiegend in der Säuglingsernährung eingesetzt, ist diese der menschlichen Muttermilch doch ähnlich.

Wenn keine Allergie vorliegt, spricht aber sicher auch nichts gegen den Konsum von Kuhmilch, hat diese doch wie bereits erwähnt zahlreiche Vorteile. Als Fausregel gilt, wie so oft, auch hier: Am besten aus Bio-Landwirtschaft und nur in Maßen genossen.

Quellen: Wikipedia, Vitaswing, PDF, Zentrum der Gesundheit, MDR.de


Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück, so sagt man. Für die Einen besteht dieses aus Kaffee und Gebäck mit Marmelade, für den Anderen aus einem schmackhaften Müsli. Auch wenn letzteres allgemein für gesünder gehalten wird, ist in vielen Fertigmischungen doch in irgendeiner Art und Weise Zucker enthalten - manchmal mehr, manchmal weniger. Was liegt da näher, als sich sein Müsli selbst, und auf Wunsch eben auch ohne Zucker, zusammen zu stellen.

www.mixme.atHier kommt miXme ins Spiel, ein junges Unternehmen aus der Nähe von St. Pölten. Besonders sympathisch macht den Zwei-Mann-Betrieb nicht nur die Herkunft aus Österreich, sondern auch, dass alle Zutaten aus biologischem Anbau kommen. Doch das schränkt die Auswahl auf keinen Fall ein, gibt es angefangen bei Mohn und Sesam über Pistazien und Macadamianüsse bis hin zu getrockneten Erdbeeren, Papaya und - ja - Joghurt-Früchte und Schokoerdnüsse doch so ziemlich alles, was das morgentliche Herz begehrt.

Der Bestellvorgang gestaltet sich je nach den eigenen Vorlieben von einfach bis äußerst kompliziert, denn schon die Auswahl des Basismüslis aus 21 verschiedenen Sorten kann doch so seine Zeit in Anspruch nehmen. Wähle ich nun den gesunden Mix aus Hafer, Weizen, Gerste oder mache ich es doch lieber im "caribbean style" mit Dinkelflocken, Kokosflocken und Ananasstückchen? Der Schwierigkeitsgrad zieht noch ein Stückchen an, wenn es heißt, die weiteren Kategorien wie Nüsse, Früchte und Spezial zu durchforsten. Soll es denn ein Beeren-Müsli mit Heidel-, Erd- und Brombeeren sein oder doch lieber eines mit Bananen, Feigen und einer Portion Schokocornflakes für die Anhänger süßerer Kost sein?

Ich persönlich handhabe es dabei immer so, dass ich mir ein wirklich gesundes Müsli zusammenstelle und eines, das von Schoko nur so strotzt und zum hemmungslosen Schlemmen einlädt. Genau diese Kombination sollte es auch dieses Mal sein, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von miXme. Also schnell bestellt, bereits nach zwei Tagen geliefert und kurz darauf genossen. Mit etwa 7 Euro für ein wirklich umfangreiches Müsli ist man dabei, die Versandkosten schlagen mit zusätzlichen 3,80 Euro zu Buche. Das ist zwar im Gegensatz zur Standard-Supermarktware kein Schnäppchen, aber wahrlich auch kein Vergleich. Denn für ein Müsli mit genau den Zutaten, die man gerne isst, und vor allem ohne Zusatstoffe und in Bio-Qualität zahlt es sich doch aus, ab und zu etwas tiefer in die Taschen zu greifen.


Obwohl gerade Sommer ist und Obst sowie Gemüse allerorts sprießt und gedeiht bietet sich in vielen Supermärkten das gleiche, triste Bild: Tomaten gibt es vielleicht in zwei oder drei Sorten, vorwiegend rot, und Paprika in den drei bekannten Farben. Abgesehen davon sind diese Paradeiser, auch wenn sie frisch aus Österreich kommen, meist geschmacklich keine wirkliche Offenbarung.

www.janatuerlich.at Dass das aber ganz anders sein kann, zeigt Ja! Natürlich, die in den Sommermonaten die "Sortenraritäten" in die heimischen Regalen bringen - erhältlich allen voran bei Merkur. Bei den Paradeisern lachen einen Sorten aus der Verpackung heraus an, die man auf den ersten Blick gar nicht als solches Gemüse einstufen würde und ebenso exotische Namen tragen. Etwa die grüne gestreifte "Green Zebra", die gelbe, längliche "Dattelwein Sherry", die dunkelbraue "Black Cherry" oder aber die orange "Valencia". So verschieden deren Namen, so unterschiedlich auch deren Geschmack und Konsistenz. Kein Vergleich zur allerorts verkauften, meist "faden" roten Rispentomate.

www.janatuerlich.at Doch auch bei den Paprikas spielt sich ein wahres Sorten-Feuerwerk ab: rot und länglich, gelb und rund oder aber auch schokoladenbraun. Der Geschmacks-Unterschied ist zwar hier nicht ganz so groß wie bei den Paradeisern, auf dem Teller machen sich die bunten Gesellen aber dafür umso besser.

Neben dem Vorteil der Auswahl für uns Konsumenten sorgt Ja! Natürlich durch diese Sortenraritäten aber vor allem dafür, dass alte Sorten nicht aussterben und auch in Zukunft für Gaumenfreuden sorgen können. Das wird in Zusammenarbeit mit Arche Noah, der Gesellschaft zur Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt und der biologischen Saatzucht ReinSaat erreicht. Somit zeigt sich wieder einmal, dass man durch den Kauf von Bio-Produkten nicht nur sich selbst sondern auch der Umwelt etwas Gutes tut. Und natürlich nicht zu vergessen, dass Ja! Natürlich seiner Vorreiter-Rolle einer weiteres Mal gerecht wird und für Produkte abseits der von anderen Herstellern bereits ausgelatschten Pfade sorgt.


Ein Blick in die aktuellen Prospekte der Lebensmittel-Ketten lässt einen schnell vergessen, dass hierzulande noch für gut ein Monat Winter ist. Da lachen einem die schönsten Obstsorten des Frühlings und Sommers entgegen: Erdbeeren, Nektarinen und Weintrauben etwa.

schmaeche @ flickr.com

Dass diese aus Spanien, Chile (Südamerika) und Südafrika kommen und bereits um die halbe Welt gereist sind, stellt nur eine Randnotiz dar, die die meisten Kunden wohl nicht interessiert. Oft ist ja auch gar nicht ersichtlich, wo das Produkt überhaupt herkommt. Doch abgesehen davon, wenn gerade die Lust nach einer Nektarine besteht, muss diese für viele einfach her, koste es was es wolle. Dabei ist der Ladenpreis meist gar nicht hoch, wird gerade Obst aus dem Ausland oft billiger angeboten als heimisches. Der Preis für die Umwelt ist aber umso höherer. Wieviel CO2 die Erdbeere bereits verursacht hat, bevor sie den Gaumen erfreut, daran denken wohl die wenigsten. Einen großen Teil der Schuld trägt jedoch nicht der Konsument, sondern geht auf das Konto der Supermärkte.

Anstatt so viel zu sein und klar Nein zu Obst und Gemüse zu sagen, das 1000 Kilometer weit angereist ist, herrscht anscheinend die Angst vor, der Kunde könnte zur Konkurrenz laufen, wenn es auf einmal im Dezember keine Erdbeeren gibt. Das wäre für mich wahre Zivilcourage, einfach Nein zu solch einer Verschwendung zu sagen. Umgekehrt könnte natürlich auch der Konsument Nein sagen, aber so viel Mündigkeit darf man wohl nicht erwarten.

Diese Problematik wurde kürzlich auch vom "Konsument" beleuchtet, ja fast schon aufgedeckt. Das Magazin machte sich im Juli und August sowie im Dezember und Jänner in Supermärkten verschiedenster Ketten auf die Suche nach ausländischem Obst und Gemüse - und wurde dabei auch sehr schnell fündig. Das beste, genau genommen schlechteste, Beispiel waren Äpfel und Knoblauch: Obwohl auch aus heimischer Ernte verfügbar, wurden diese von Erzeugerländern wie Südafrika oder China angeboten. Doch es fanden sich auch Zuckererbsen aus Kenia, Kresse aus den Niederlanden oder Schnittlauch aus Indien im Sortiment.

Besonders Lidl ist dabei negativ herausgestochen: Selbst im Sommer wurde der Großteil des Gemüses aus den Niederlanden, Belgien und Spanien importiert. Fisolen kamen gar aus Marokko, obwohl österreichische Ware gerade knackfrisch geerntet wurde. Mit diesen Vorwürfen konfrontiert kam oft die Ausrede, heimische Ware würde nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Das mag sein, dass Produkte aber auch aus nahe gelegeneren Ländern wie Italien hätten importiert werden können, wurde dabei anscheinend ignoriert.

Wer also etwas dagegen tun möchte, kauft am besten nur saisonales Obst und Gemüse aus heimischem Anbau. Ist dieses nicht verfügbar, dann entweder ganz verzichten oder zumindest darauf achten, dass die Ware nicht allzu weit angereist ist. So oder so ist aber auf jeden Fall Bio-Produkten der Vorzug zu geben.


Milch scheint in letzter Zeit nicht gleich Milch zu sein. Bisher war man als Konsument lediglich pasteurisierte Frischmilch gewohnt, die, im Kühlregal bzw. -schrank gelagert, etwa fünf Tage haltbar ist. Daneben gab es noch die ungekühlt gelagerte H-Milch, die ihrerseits auch ohne Kühlung drei bis sechs Monate genießbar bleibt. Eher unbekannt dürfte hingegen die relativ neue Erfindung der ESL-Milch sein - jedenfalls das Kürzel ESL, denn als Produkt gibt es diese Milch bereits seit längerer Zeit unter beispielsweise der Bezeichnung "länger frisch" zu kaufen.

tanakawho @ flickr.com

ESL steht dabei für "extended shelf life", was so viel bedeutet wie "längere Haltbarkeit im Regal" und sich in einer Haltbarkeit von mehreren Wochen niederschlägt. Klingt soweit ganz gut, kann man nun doch endlich Milch auf Vorrat kaufen. Auf den zweiten Blick gibt es jedoch auch den einen oder anderen Nachteil. Dass ESL-Milch nicht sauer wird sondern ins leicht Muffig-Bittere kippt und deren Verderben somit nicht so leicht zu bestimmen ist, stellt dabei noch das geringere Übel dar. Weitaus schlimmer der Umstand, dass sie um etwa 10 % weniger B-Vitamine aufweist als Frischmilch, wobei sich dieser Prozentsatz mit fortschreitender Lagerungsdauer noch weiter erhöht. Der Kalziumgehalt bleibt davon jedoch unberührt. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch konventionelle Frischmilch erhitzt (pasteurisiert) wird, um sie überhaupt ein paar Tage haltbar zu machen, nur eben für lediglich 30 Sekunden auf 72–75 °C.

Der Grund für den Vitaminverlust der ESL-Milch liegt im Verfahren, das für die längere Haltbarkeit sorgt. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Bei der einen wird sie für ein paar Sekunden auf 127 Grad erhitzt. B-Vitamine sind aber leider sehr hitzeempfindlich und gehen hier zum Teil verloren. Die zweite Möglichkeit zur Haltbarmachung besteht in einer dem Pasteurisationsvorgang vorgeschalteten Mikrofiltration, die Keime aus der Rohmilch abtrennt. Der Verlust an B-Vitaminen ist hierbei nicht ganz so hoch. Leider kann der Konsument aber auf der Verpackung nicht erkennen, welche Methode zur Haltbarmachung der ESL-Milch angewandt wurde. Sehrwohl erkennen kann man den Unterschied aber im Geschmack, der bei Frischmilch als vollmundiger beschrieben wird.

Auch wenn der Konsum von "länger frischer" ESL-Milch auf den ersten Blick bequemer erscheint, ist ein Kauf auf Vorrat durch den Vitaminverlust und leicht veränderten Geschmack nach Abwägung der Vor- und Nachteile nicht zu empfehlen. Leider hat man als Verbraucher aber oft keine Wahl. Hofer ist im Biobereich zwar wieder zu "normaler" Milch zurückgekehrt, zuvor gab es aber nur ESL-Milch. Spar wiederum lässt den Kunden mittlerweile auch die Wahl zwischen Bio-Frisch- und ESL-Milch, so wie auch Billa und Merkur, wobei letztere um ein paar Cent teurer ist.

Quellen: FOCUS Online, Wikipedia



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... soll meine Erfahrung mit Bio-Lebensmitteln und gesunder Ernährung sowie dem Drumherum schildern. Mehr über mich

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