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Bio-leben

Weblog über das alltägliche Leben mit Bio-Nahrung

Kürzlich fiel mir eine Broschüre vom Baumarkt Hornbach in die Hände, in dem das neue Sortiment an Bio-Jungplanzen und Kräutern beworben wird. Und das kann sich wirklich sehen lassen: Fleischparadeiser, Traubentomaten, Krachsalat, Zucchini, Ruccola, Petersilie, Zitronenmelisse - alles dabei. Besonders freut mich, dass all das aus Österreich kommt, produziert von der Gärnterei Auer in Wien, die auch Ja! Natürlich beliefert. Natürlich werden die Pflanzen nach strengen biologischen Kritieren mit all ihren Vorteilen gezogen. Besonders wird Hobbygärnter dabei freuen, dass das Bio-Sortiment von Hornbach nicht teurer ist als das konventionelle Pendant. Jetzt spricht also wirklich nichts mehr dagegen, zur Bio-Ware zu greifen. Auch ich werde gleich heute zuschlagen und mich mit diversen Pflänzchen und Kräutern eindecken.

Für viele von uns ist die Prospekte-Flut, die täglich per Post über uns hereinbricht ohne Frage ein Übel. Viele der bunten Blättchen landen oft ungelesen im Müll. Manchmal lohnt es sich aber, doch einen Blick zu riskieren. So geschehen bei mir, denn hätte ich vor kurzem nicht das aktuelle Merkur-Prospekt in die Hände bekommen, wäre mir wirklich etwas entgangen.

flit @ www.flickr.com

Konkret fand sich unter all den Angeboten eines, das meine spezielle Aufmerksamkeit erregte. Nicht etwa, weil es besonders günstig war, sondern da es sich dabei laut Text um abgepackten Bio-Fisch handelte. Somit habe ich mir vorgenommen, beim nächsten Einkauf gleich nach dem beworbenen Produkt Ausschau zu halten. Und siehe da, in der Tiefkühlabteilung waren sie sehr promintent platziert: die Fischprodukte von followfish, einem im deutschen Friedrichshafen beheimateten Unternehmen.

Das Besondere daran: Der Fisch kommt aus Bio-Zucht oder zumindest nachhaltiger Fischerei, zertifiziert nach MSC und wird direkt vor Ort verarbeitet, was lange Transportwege spart. Zwar ist auch das MSC-Siegel nicht ohne Kritik, aber noch immer um Längen besser als unkontrollierte Fischerei. Weiters ist auf jeder Verpackung ein Tracking-Code zu finden, der, auf der Website eingegeben verrät, wo der soeben erworbene Fisch herkommt.

So stand ich nun, durchaus erfreut, in der Tiefkühl-Abteilung von Merkur und hatte die drei im Sortiment des Merkur-Marktes vorhandenen Fisch-Sorten vor mir: Bio-Lachs, Bio-Kabeljau und Thunfisch (MSC). Speziell über letztere war die Freude am größten, da diese Fischsorte bis jetzt in Österreichs Regalen praktisch nicht in umweltverträglicher Form zu finden und somit aufgrund der hoffnungslosen Überfischung tunlichst zu meiden war. Bei followfish wird der weiße Thun dabei einzeln und von Hand mit Ruten und Leinen gefangen, wobei keine Widerhaken zum Einsatz kommen. Doch auch Kabeljau (Dorsch) gab es bislang laut meinen Beobachtungen nur aus unkontrollierter Fischei - und dieser zählt ebenso wie der Thunfisch zu den akut gefährdeten Rassen. Der Bio-Lachs war wiederum keine Offenbarung, da es diesen bereits von anderen Marken sowohl in Bio- als auch MSC-Qualität zu kaufen gab.

Neben dieser, dann doch leider beschränkten Auswahl hat followfish noch folgende Produkte im Angebot: Bio-Tilapia, Bio Black Tiger Prawns, Sockeye Wildlachs (MSC), Bio-Forelle rot, Bio-Fischstäbchen. Preislich ist dieser Fisch freilich in für Normalerverbraucher vermeintlich unkaufbaren Regionen, kostet der Thunfisch doch in der 200 g Packung um die 7 Euro, während der Kabeljau mit etwa 6 Euro zu Buche schlägt. Wenn man aber bedenkt, dass Iglo etwa Fische ohne MSC-Siegel auch zu ähnlichen Preisen verkauft, sind die von followfish fast schon wieder günstig. Vor allem, da man nicht nur sich etwas Gutes tut, sondern auch der Umwelt, da man so dazu beiträgt, dass es auch in Zukunft noch genügend Fisch in unseren Gewässern gibt.

Somit scheint sich Merkur immer mehr zum Paradies für Fisch-Freunde zu entwickeln, denen die Herkuft, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Fisch am Herzen liegt. Denn auch beim Verkauf von Frischfisch wird neben dem Schwerpunkt auf heimische Sorten bei den wild gefischten Exemplaren auf einen nachhaltigen Fang geachtet. Eine Nachfrage hat ergeben, dass viele Meeresfische, die laut Greenpeace auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen, wie z.B. St.Petersfisch, Hai oder Pangasius, bereits ganz aus dem Sortiment genommen wurden. Merkur übernimmt somit eine wichtige Verantwortung und trägt dazu bei, dass Fisch auch in Zukunft auf unserem Speisezettel stehen kann.


Wer gerne Müsli isst, kennt das vielleicht: Bei dem einen Müsli sind Äpfel dabei, die man nicht mag, beim anderen Nüsse, die man nicht verträgt. Wenn man dann noch auf so exotische Zutaten wie vielleicht Pinienkerne steht, wird es richtig schwer, ein passendes Müsli zu finden. Könnte man sich die Zutaten für sein Frühstücks-Mahl doch nur selbst zusammenstellen. Geht nicht? Geht doch! Möglich macht es mymuesli. Den Onlineshop rund um die Gründer Hubertus, Philipp und Max gibt es zwar jetzt schon einige Zeit und auch wir Österreicher werden bereits seit langem mit selbst gemixtem Müsli beliefert, das hindert mich aber nicht daran, die großartige Idee bzw. die Website auch in meinem Weblog vorzustellen.

www.mymuesli.com

Der Bitte, mir dafür ein "Probe-Müsli" zuzuschicken, wurde schnell zugestimmt und einige Tage später hatte ich es bereits bei mir zu Hause stehen: Basis Chocolate-Dream mit den zusätzlichen Zutaten Schoko-Cornflakes, Cashewkerne, Ananas, Erdbeeren, Orangeat, Sauerkirschen. Wie man sieht mag ich es gerne süß aber auch fruchtig. Ich muss ja gestehen, dass ich kein mymuesli-Neuling bin, habe ich dort doch schon das eine oder andere Müsli bestellt. Ich bin aber wieder jedes Mal aufs Neue begeistert, welche Vielfalt an Zutaten zur Auswahl stehen - und natürlich alles in Bio-Qualität.

Der konventionelle Gaumen wird mit Apfelstücken und Sonnenblumenkernen ebenso bedient wie der Liebhaber ausgefallenerer Zutaten mit Gojibeeren oder Macadamia-Nüssen. Aber auch für Naschkatzen ist mit etwa Schoko-Cornflakes oder Gummibärchen einiges im Programm. Der Versand der Köstlichkeit schlägt dabei mit 3,90 Euro zu Buche, und wer gerne auf Vorrat kauft, bekommt die sechste Dose seines selbst gemixten Müslis gratis. Das fertige Produkt ist zwar nicht gerade günstig, zahlt man für eines mit ein paar selbst zusammen gestellten Zutaten doch schnell mal bis zu 10 Euro. Die Möglichkeit, mir die Ingredienzien selbst auszusuchen und dann auch noch alles in Bio zu bekommen ist mir das aber auf jeden Fall wert.

Abschließend ein herzliches Danke für das Gratis-Müsli, es schmeckt wie immer wunderbar. Eines seht fest: In Zukunft wird sicher noch das eine oder andere Müsli seinen Weg von Passau zu mir nach Hause finden.


Die Bio-Marke Ja! Natürlich tut sich einmal mehr als Garant für ausgefallene Bio-Produkte hervor. Nach den außergewöhnlichen Tomaten- und Paprika-Raritäten, die in den Sommermonaten bei Merkur zu finden sind, gibt es seit kurzem Erdäpfel-Raritäten zu kaufen. Wie auch schon bei den Tomaten und Paprikas sind das Sorten, die man sonst nie im Handel finden würde und sich darüber hinaus geschmacklich und vom Aussehen her grundlegend vom "normalen" Gemüse unterscheiden, das sonst so in den Regalen zu finden ist. Das Wichtigste daran: All das gibt es in Bio-Qualität.

Bio-Erdäpfel-Raritäten

www.janatuerlich.at

Die praktische Holzkiste, in der dieses "Set" daherkommt, beinhaltet die drei außergewöhnlichen Sorten Mayan Twilight, Rosa Tannenzapfen und Linzer Delikatess. Natürlich habe ich die Kartoffeln bereits zum Kochen in Form eines Salates verwendet und war dabei wirklich überrascht, wie unterschiedlich die Knolle schmecken kann. Weitere Informationen zu den verschiedenen Sorten liefert die Website von Ja! Natürlich.


29. September 2008 Kommentare (0)

Neu im Bio-Regal

Das Bio-Rad steht zum Glück nicht still und so werden in letzter Zeit fast wöchentlich neue Bio-Produkte präsentiert. Seit kurzem neu erhältlich bei Ja! Natürlich:

Bio-Ziegenmilch

Bio-Ziegenmilch

Zutaten: Ziegenmilch mit mind. 2,8% Fett

Einschätzung: Da die Zutatenliste zum Glück sehr übersichtlich ist, beschränke ich mich zuerst auf den Geschmack. Dieser unterscheidet sich, auch zu meiner Überraschung, nicht sonderlich von Kuhmilch. In punkto Inhaltsstoffen hat die Milch der Ziege aber der der Kuh voraus. Sie enthält nicht nur einen höheren Gehalt an Vitamin D, Kalzium und Phosphor, sondern ist auch besser verträglich - speziell für Allergiker interessant. Erhältlich ist die Bio-Ziegenmilch laut meiner Nachforschung bisher nur bei Merkur.


Doch auch die Spar-Gruppe hat ein neues Bio-Produkt unter der Marke Natur*pur im Angebot:

Bio-Schokolade

Bio-Schokolade (Vollmilch und Zartbitter)

Zutaten Vollmilch: Rohrzucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Emulgator: Sojalecithine
Zutaten Zartbitter: Kakomasse, Rohrzucker, Kakaopulver stark entölt, Emulgator: Sojalecithine

Einschätzung: Als erstes fällt auf, dass bei der Zartbitterschokolade nicht Zucker sondern Kakaomasse an erster Stelle steht, sie somit in begrenztem Maße gesünder ist und weniger Kalorien (506 zu 560 kcal) aufweist. Besonders aber sticht der Inhaltsstoff Sojalecithine ins Auge, der dafür sorgt, dass sich das Fett mit den Nicht-Fettbestandteilen besser vermischen kann. Gilt zwar als unbedenklich, andere Bio-Schokoladen (z.B. von Bio Primo) zeigen aber, dass es auch ohne geht. Hier zeigt sich wieder sehr gut, dass selbst Bio-Produkte vor vermeintlich unnötigen Zusatzstoffen nicht gefeit sind. Wirklich gut tun würde der Schokolade auch ein Fairtrade-Siegel, was angesichts des Preises von zurzeit 99 Cent pro Tafel aber sicher nicht möglich ist. Schade.



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... soll meine Erfahrung mit Bio-Lebensmitteln und gesunder Ernährung sowie dem Drumherum schildern. Mehr über mich

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