Es gibt Artikel im Supermarkt, die wir ganz selbstverständlich in den Einkaufswagen legen, ohne uns Gedanken über deren Zutaten machen. Wozu auch, denn etwa Mehl, Zucker, Eier, Wasser oder aber auch Schlagobers bestehen nunmal nur aus dieser einen Ingredienz.
Das habe ich mir zumindest bis vor kurzem gedacht, denn eine zufällige Entdeckung im Internet und ein anschließender Blick auf das Etikett von letzterem hat mich wirklich sehr, sehr verwundert. Außer im Bio-Bereich scheint es nahezu keinen Schlagobers (Sahne, Rahm) mehr zu geben, dem nicht Carrageen zugesetzt ist. Für mich besteht hier zwar kein Handlungsbedarf, da ich konsequent Bio-Lebensmittel kaufe und somit hoffentlich vor solch unliebsamen Überraschung verschont bleibe. Doch was ist mit dem unbedarften Durchschnittskonsumenten, der generell, auch bei anderen Artikeln, keinen Blick auf die Zutatenliste wirft und/oder Bio-Ware meidet? Der kommt nie und nimmer und wenn nur ganz zufällig dahinter, wie unverblümt, ja schon fast unverschämt, einem hier Carrageen untergeschoben wird.
Hergestellt wird das Verdickungsmittel Carrageen (E 407), das etwa auch in Süßigkeiten und Saucen zur Anwendung kommt, aus Rotalgen, wobei der menschliche Körper damit nichts anfangen kann und es unverändert wieder ausscheidet. Im Schlagobers sorgt es dafür, dass dieser nicht mehr "aufrahmen", sprich der fettreichere Rahm sich nicht mehr an Oberfläche des Schlagobers absetzen kann und eine homogene Masse bestehen bleibt. Simples Aufschütteln des Bechers hätte übrigens fast den gleichen Effekt und würde darüber hinaus nicht auch noch den Geschmack verändert, so wie das Carrageen tut. Darüber hinaus steht es, und das ist weitaus schlimmer, im Verdacht, allergieauslösend zu sein und Immunzellen zu beeinflussen.
Eine Umfrage unter drei milverarbeitenden Betrieben hat gezeigt, dass der Durchschnittskonsument möglichst lange haltbare Produkte (was auch der Vormarsch von "länger frisch"-Milch zeigt) bevorzugt. Dem wird durch den Zusatz von Carrageen Rechnung getragen, da das Ablaufdatum so ohne Einbußen in der Produktqaulität weiter in der Zukunft angesetzt werden kann. Das erklärt auch, warum Bio-Schlagobers ein weit geringeres Haltbarkeitsdatum hat, als konventioneller.
In Zukunft gilt es also, selbst bei vermeintlich naturreinen Lebensmitteln einen Blick auf die Verpackung zu werfen. Und es zeigt einmal mehr, dass man mit dem Konsum von Bio-Lebensmitteln auf der sicheren Seite ist.
Quellen: Datenbank Zusatzstoffe, Wikipedia

Dieses Konservierungsmittel findet speziell in Wurstwaren Verwendung: in Form von Nitritpökelsalz sorgt es für die Haltbarmachung und das typische Aroma, verleiht dem Produkt im Zuge eines chemischen Prozesses eine optisch ansprechende Rotfärbung und verhindert gleichzeitig das Wachstum von bestimmten Bakterien (allen voran
Obwohl mich das als Landsmann freut, bin ich doch in einer Zwickmühle: Ich finde es sehr schade und auch bedenklich, dass ein solcher Weltkonzern mit langer Tradition auf eine so umstrittene Zutat wie gehärtetes Fett setzt (wenn auch auf der Verpackung klar daklariert). Das Problem sind die darin enthaltenen Transfettsäuren, die bei der Härtung von Pflanzenölen entstehen, sodass diese besser verarbeitet werden können. Wie etwa in diesem Fall für die Haselnusscreme oder aber auch in Frittierfetten, die so billiger und länger vewendbar sind.

