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Bio-leben

Weblog über das alltägliche Leben mit Bio-Nahrung

Neben einem ganzen Haufen Süßkram brachte meine Frau bei ihrem Besuch beim Bio-Supermarkt auch etwas sehr Gesundes mit: einen Keimsprossen-Mix. Dabei handelt es sich um Bio-Samen von Pflanzen wie Radieschen, Weizen oder Brokkoli, die man zum Keimen bringt. Danach isst man, je nach Sorte, entweder den Samen inkl. Keim oder nur das Grünkraut, das sich aus dem Samen entwickelt. Der wohl bekannteste Vertreter ist dabei die Kresse mit ihrem würzigen, leicht scharfen Geschmack.

Alfalfa-Samen, teilweise gekeimt

Alfalfa-Samen, teilweise gekeimt.

Obwohl ich zuvor zu diesem Thema bereits einiges gelesen hatte, traute ich mich über die Kresse nicht hinaus. Das Mitbringsel meiner Frau war aber der endgültige Anstoß, den Sprossen eine weitere Chance zu geben. Anleitungen zum Selberziehen gibt es dabei im Internet zu Genüge, als Anfänger habe ich mich für ein simples Gurkenglas entschieden. Einfach ein paar Löcher in den Deckel gemacht, ein handvoll Samen eingestreut, zwei Mal täglich gewässert und schon nach wenigen Tagen zeigten sich die ersten Pflänzchen. Der Geschmack des Mixes, der unter anderem aus Sojasprossen, Rettich und Senf bestand, war mir dann aber doch zu intensiv und gewöhnungsbedürftig. Zudem überzeugte mich die Anbaumethode nicht ganz.

Nichtsdestotrotz habe ich mit Brokolli-Samen einen weiteren Versuch gestartet und, um das Ganze etwas professioneller anzugehen, mir eine Keimsprossen-Box zugelegt. Für etwa 15 Euro bekommt man hier ein leicht handzuhabendes "Gerät", in dem man durch die drei Ebenen mehrere Sorten Keimsprossen auf einmal ziehen kann. Und siehe da, der Aufwand war minimiert und der Brokkoli nach meinem Geschmack.

Alfalfa-Sprossen im Endstadium

Alfalfa-Sprossen im Endstadium.

Das Beste daran ist aber, dass die Samen, die an sich schon eiweiß-, vitamin- und nährstoffreich sind, durch das Keimen noch einmal einen wahren Schub an diesen gesunden Inhaltsstoffen erhalten, beispielsweise Vitamin C, A und B1. Das macht sie zu wahren Vitaminbomben, die uns speziell im Winter, wo frisches Gemüse rar ist, mit allem Wichtigen versorgen. Und das ohne großen Aufwand und Kosten. Die Keimsprossen können dabei je nach Belieben (bis auf wenige Ausnahmen) roh in Salaten oder auf einem Brot verzehrt sowie zum Kochen verwendet werden.

Die Fotos in diesem Beitrag zeigen die verschiedenen Stadien von Alfalfa-Samen, die ich erfolgreich zum Keimen gebracht habe: Vom ersten Wässern bis hin zu den zarten Trieben bzw. Pflänzchen. Nach etwa fünf Tagen waren die Sprossen dann zum Verzehr geeignet.

Zum Schluss möchte ich noch zwei Websites empfehlen, die sowohl detaillierte Zuchtanleitungen als auch Infos über die verschiedenen geeigneten Samen beinhalten: sprossen-selbstgemacht.de und Der Kräuter-Almanach.


2 Kommentar(e)

  • Christian Krammer am 13. January 2010, 09:08 Uhr #

    Ja, ich bin auch immer wieder erstaunt darüber, wie wenige solche Pflanzen zum Keimen/Wachsen benötigen. Im Prinzip beziehen sie ihre Energie nur aus Wasser und Licht. Und im Gegensatz zum menschlichen Körper, der zum Aufrechterhalten seiner Funktionen ja wirklich einiges benötigt, ist das wirklich beachtlich.

  • Felizia am 7. January 2010, 10:37 Uhr #

    Nur Wasser? Oh, Gott! Und hab mir bis jetzt gedacht, dass diese einen speziellen Boden brauchen. Unglaublich! Vielen Dank für die tollen Erklärungen!
    Herzliche Grüße! Felizia

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