Für viele von uns ist die Prospekte-Flut, die täglich per Post über uns hereinbricht ohne Frage ein Übel. Viele der bunten Blättchen landen oft ungelesen im Müll. Manchmal lohnt es sich aber, doch einen Blick zu riskieren. So geschehen bei mir, denn hätte ich vor kurzem nicht das aktuelle Merkur-Prospekt in die Hände bekommen, wäre mir wirklich etwas entgangen.

Konkret fand sich unter all den Angeboten eines, das meine spezielle Aufmerksamkeit erregte. Nicht etwa, weil es besonders günstig war, sondern da es sich dabei laut Text um abgepackten Bio-Fisch handelte. Somit habe ich mir vorgenommen, beim nächsten Einkauf gleich nach dem beworbenen Produkt Ausschau zu halten. Und siehe da, in der Tiefkühlabteilung waren sie sehr promintent platziert: die Fischprodukte von followfish, einem im deutschen Friedrichshafen beheimateten Unternehmen.
Das Besondere daran: Der Fisch kommt aus Bio-Zucht oder zumindest nachhaltiger Fischerei, zertifiziert nach MSC und wird direkt vor Ort verarbeitet, was lange Transportwege spart. Zwar ist auch das MSC-Siegel nicht ohne Kritik, aber noch immer um Längen besser als unkontrollierte Fischerei. Weiters ist auf jeder Verpackung ein Tracking-Code zu finden, der, auf der Website eingegeben verrät, wo der soeben erworbene Fisch herkommt.
So stand ich nun, durchaus erfreut, in der Tiefkühl-Abteilung von Merkur und hatte die drei im Sortiment des Merkur-Marktes vorhandenen Fisch-Sorten vor mir: Bio-Lachs, Bio-Kabeljau und Thunfisch (MSC). Speziell über letztere war die Freude am größten, da diese Fischsorte bis jetzt in Österreichs Regalen praktisch nicht in umweltverträglicher Form zu finden und somit aufgrund der hoffnungslosen Überfischung tunlichst zu meiden war. Bei followfish wird der weiße Thun dabei einzeln und von Hand mit Ruten und Leinen gefangen, wobei keine Widerhaken zum Einsatz kommen. Doch auch Kabeljau (Dorsch) gab es bislang laut meinen Beobachtungen nur aus unkontrollierter Fischei - und dieser zählt ebenso wie der Thunfisch zu den akut gefährdeten Rassen. Der Bio-Lachs war wiederum keine Offenbarung, da es diesen bereits von anderen Marken sowohl in Bio- als auch MSC-Qualität zu kaufen gab.
Neben dieser, dann doch leider beschränkten Auswahl hat followfish noch folgende Produkte im Angebot: Bio-Tilapia, Bio Black Tiger Prawns, Sockeye Wildlachs (MSC), Bio-Forelle rot, Bio-Fischstäbchen. Preislich ist dieser Fisch freilich in für Normalerverbraucher vermeintlich unkaufbaren Regionen, kostet der Thunfisch doch in der 200 g Packung um die 7 Euro, während der Kabeljau mit etwa 6 Euro zu Buche schlägt. Wenn man aber bedenkt, dass Iglo etwa Fische ohne MSC-Siegel auch zu ähnlichen Preisen verkauft, sind die von followfish fast schon wieder günstig. Vor allem, da man nicht nur sich etwas Gutes tut, sondern auch der Umwelt, da man so dazu beiträgt, dass es auch in Zukunft noch genügend Fisch in unseren Gewässern gibt.
Somit scheint sich Merkur immer mehr zum Paradies für Fisch-Freunde zu entwickeln, denen die Herkuft, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Fisch am Herzen liegt. Denn auch beim Verkauf von Frischfisch wird neben dem Schwerpunkt auf heimische Sorten bei den wild gefischten Exemplaren auf einen nachhaltigen Fang geachtet. Eine Nachfrage hat ergeben, dass viele Meeresfische, die laut Greenpeace auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen, wie z.B. St.Petersfisch, Hai oder Pangasius, bereits ganz aus dem Sortiment genommen wurden. Merkur übernimmt somit eine wichtige Verantwortung und trägt dazu bei, dass Fisch auch in Zukunft auf unserem Speisezettel stehen kann.

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