Wer schon Mal "Abnehm"-Sendungen wie "Du bist, was du isst" oder "Liebling, wir bringen die Kinder um" gesehen hat, hat sich obige Frage vielleicht schon gestellt. Einen Menschen, der auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achtet, versetzen die darin verzehrten, oft sehr fetten, Fleischberge regelmäßig in Staunen.

Wird in österreichischen und deutschen Haushalten tatsächlich so gegessen? Ja, denn spätestens seitdem es in der Firma, in der ich arbeite, drei Mittagsmenüs pro Tag gibt, kann ich dieses "Phänomen" sogar in meinem Umkreis beobachten. Prinzipiell wird zwar darauf geachtet, eine vegetarische, eine Süßspeise und eine mit Fleisch anzubieten, doch was letztendlich auf den Tellern meiner Kollegen landet, ist eine andere Sache. Nicht selten fällt die tägliche oder zumindest regelmäßige Wahl auf die Kost mit Fleisch. An einem Tag Fleischbällchen, am nächsten Lasagne. Wobei es doch auch so gute Alternativen wie Gemüsetrudel gegeben hat. Fairerweise muss ich jedoch anmerken, dass andere Kollegen durchaus öfter zum vegetarischen Mahl greifen.
Doch oft macht es einem die Auswahl an Menüs auch nicht leicht, z.B. heute: Kartoffelsuppe mit Würstl, Spaghetti Carbonara und Salat, Leberkäse mit Spiegelei und Röstkartoffeln. Da fällt es schwer, ein Gericht ohne Fleisch auszuwählen. Immerhin ist fast immer Gemüse enthalten. Dabei schont ein Verzicht auf allzu viel Fleisch nicht nur die Umwelt, sondern tut auch der eigenen Gesundheit gut. Doch nicht nur darum greife ich persönlich nie auf das Angebot dieser tagtäglichen Menüs zurück. Einerseits, da es abends bei uns immer ein warmes Essen gibt, das wir im Kreise der Familie einnehmen und wegen meines Sohnes besonders wichtig ist. Auf der anderen Seite wäre es mir einfach zu teuer, weshalb ich mittags lieber eine selbst gemachte Jause genieße. Dass ich dabei auf Bio-Zutaten achte, ist schon fast selbstverständlich.

2 Kommentar(e)
Wenn man bedenkt, was dieser gigantische Fleischkonsum der westlichen Konsumgesellschaft für Folgen nach sich zieht (den gesundheitlichen Aspekt mal ausgeklammert): Verstätkung des Treibhauseffektes, Ressourcenverschwendung, Armut, Hunger, etc. Nur eine Zahl: Wenn wir nur auf 3% unseres Fleischkonsums verzichten würden könnten weitere 1 Mrd. hungerleidende Menschen ernährt werden.
Ich verstehe auch nicht weshalb manche Menschen das Gefühl haben ständig Fleisch essen zu müssen. Natürlich schmeckt mir ein gut zubereitetes Fleisch auch. Aber das muss doch wohl nicht jeden Tag sein.
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