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Bio-leben

Weblog über das alltägliche Leben mit Bio-Nahrung

27. September 2008 Kommentare (0)

Iss (nicht) mehr Fisch!

Dass wir Mitteleuropäer viel zu wenig Fisch essen, sollte allgemein bekannt sein. Dass die meisten Meeresfische vom Aussterben betroht und überfischt sind, vermutlich auch.

Wie jetzt? Egoistisch sein und die Meere leerfressen oder dann doch lieber verzichten und den Tierchen ihr Leben leben lassen?

FrenchDuck @ www.flickr.com

Zum Glück gibts Alternativen:

  • Produkte mit dem MSC-Siegel, also aus nachhaltiger Fischerei
  • Fische aus Aquakultur, also gezüchtete Fische

Doch so einfach ist es dann doch wieder nicht. Fisch-Produkte mit dem MSC-Siegel kann man zwar prinzipiell mit reinem Gewissen kaufen, nur ist das Angebot an Sorten leider sehr überschaubar. Wer gerne öfter mal Vikoriabarsch, Goldbrasse oder Rotbarbe isst, schaut durch die Finger. Einzig Polar-Dorsch und Lachs sind flächendeckend in den Regalen der Supermärkte mit MSC-Siegel zu finden.

Man kann aber auch auf gezüchtete Fische zurückgreifen, die es, so sagen Gerüchte, auch in Bio-Qualität geben soll. Untergekommen ist mir im Supermarkt bisher selten einer. Wer sich das leisten soll, ist aber eine andere Frage, denn Bio-Fisch ist einfach unverschämt teuer, weit teurer als beispielsweise Bio-Fleisch im Gegensatz zu konventionellem.

Fisch aus konventioneller Zucht wiederum wird nachgesagt, dass er mit Antibiotika vollgepumpt und durch die Überdüngung der Gewässer nicht unbedingt ökologisch wertvoll ist. Bei heimischen Betrieben, die mit hervorragenden Speisenfischen wie Forelle, Zander, Saibling usw. aufwarten können, dürfte die Problematik nicht ganz so groß sein. Hier und da besteht aber das Problem der Fütterung: Raubfische wie Forelle und Lachs müssen auch ernährt werden, und das passiert wiederum durch Fisch.

Wie also handeln? Vielleicht nicht unbedingt 3 Mal die Woche Fisch essen, so wie es die Ernährungsexperten gerne hätten, und wenn dann auf einen gesunden Mix aus MSC- und Aquakultur-Fischen zurückgreifen. Denn so schont man einerseits die Meere, kann andererseits aber auch mal einen etwas exotischeren Fisch essen.


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